Was an Akku-Mythen wirklich dran ist

Was an Akku-Mythen wirklich dran ist

Auch, wenn wir Akkus jeden Tag nutzen, so ranken sich doch viele Mythen und Gerüchte um sie – die Frage ist: Was ist wirklich dran an den kontroversen Aussagen? Fakt ist, dass man sie nicht ohne Grund Mythen nennt, denn viel Wahres findest du hier nicht. Braucht man nun einen Akku-Führerschein, um sie korrekt zu nutzen? Glücklicherweise nicht. Es reicht, wenn du einfach weiterliest, um zu erfahren, was an den Akku-Mythen wirklich dran ist.

Akku-Mythos #1: der Memoryeffekt

Du kennst diesen Mythos sicher: Wenn du deinen Akku nur halb entlädst und dann direkt wieder auflädst, „merkt“ sich der Akku den Stand von 50 Prozent und lädt später immer nur halb wieder auf. Das bedeutet, dass du 50 Prozent der Kapazität aufgrund des Memoryeffekts verlierst – das ist jedoch längst überholt.

Den Memoryeffekt kennt man von alten Nickel-Kadmium-Akkus – moderne Zellen haben hier jedoch kein Problem, weder Metall-Hybrid-, noch die modernen Lithium-Ionen-Akkus. Überladung oder Tiefentladung sind dafür jedoch weiterhin eine Gefahr.

Akku-Mythos #2: Batterien lassen sich auf der Heizung aufladen

Normalerweise müssen Batterien entsorgt werden, wenn sie leer sind – ein Mythos besagt, dass man sie auf der Heizung jedoch wieder aufladen kann. Eine Bitte an dich: Tu das bloß nicht, denn es besteht höchste Brandgefahr. Es ist zwar möglich, die letzten Energiereserven aus der Zelle herauszukitzeln, die Risiken überwiegen jedoch. Eine Aufladung geschieht hier ohnehin nicht.

Akku-Mythos #3: Akkus halten im Kühlschrank länger

Richtig ist, dass Akkus kühl gelagert werden sollten – aber nicht im Kühlschrank. Extreme Temperaturen, ob hoch oder niedrig, schaden dem Akku, da sie an Spannung verlieren und so unbrauchbar werden. Zusätzlich ist das entstehende Kondenswasser ein Problem, denn: Liegt der Akku in einer Wasserlache ist er sicher in kürzester Zeit zu nichts mehr zu gebrauchen.

Akku-Mythos #3,5: Akkus explodieren bei falscher Handhabung

Bei diesem Punkt handelt es sich um einen „Halb-Mythos“, denn grundsätzlich können beschädigte Lithium-Ionen Akkus chemisch verbrennen, was einer kleinen Explosion gleicht. Allerdings ist das sehr unwahrscheinlich – und bei anderen Akkutypen komplett ausgeschlossen. Bei hochwertigen Akkus braucht man hiervor wirklich keine Angst haben.

All das sind Akku-Mythen, auf die du nur wenig geben solltest, da nicht Wahres an ihnen dran ist. Dennoch ist der „richtige“ Umgang mit den Energiezellen entscheidend. Dazu zählen beispielsweise die richtige Aufladung und Lagerung der Akkus.

Kleine Fehler verzeihen moderne Stromlieferanten zwar, wenn du jedoch vollkommen „regellos“ agierst, kann das zum Tod des Akkus führen. Und das will natürlich niemand.